Unwort „Multitasking“

Die Kunst tausend Dinge gleichzeitig zu tun und wie wir uns selbst dadurch blockieren!

Was genau ist es, dass uns diese Fähigkeit – 1000 Dinge gleichzeitig zu tun, so schön und erstrebenswert erscheinen lässt? Verrichten wir unsere Arbeit besser als Andere, die nicht multitaskingfähig sind? Kommen wir schneller ans Ziel? Wenn ja, an welches? Heben wir uns selbst empor und fallen wir unserem Chef, unseren Kunden oder unseren Kollegen positiv auf? Könnte es möglich sein, dass die Ansprüche, die wir an uns selbst stellen zu hoch sind und aus einem Mangel an Selbst-BEWUSST-sein heraus resultieren?

Ich kann Ihnen hiermit versichern:

Diese angestrebte Multitaskingfähigkeit hat einen sehr hohen Preis.

Natürlich kann es sein, dass Sie die vielen Aufgaben, die Sie sich selbst oder Ihr Chef Ihnen aufgetragen haben, perfekt und im besten Fall fehlerfrei gleichzeitig erledigen und Sie wirklich toll im jonglieren sind. Aber es geht IMMER auf Ihre Kosten, denn es verhält sich hier energetisch so als ob Sie permanent einen Marathon laufen würden. Wie lange glauben Sie halten Sie das durch? Stellen Sie sich selbst diese Frage und überlegen Sie sich, ob Sie nicht besser einen sanfteren Weg gehen wollen, dafür aber fokussierter sind im Arbeitsalltag. Es ist Ihre Gesundheit und Ihre Lebensqualität, die hier möglicherweise in Gefahr ist und es gibt immer eine Alternative zu antrainierten Arbeitsabläufen. Und eines sei Ihnen bewusst: Ihr Chef hat nichts davon, wenn Sie nicht mehr können!

Wie aber soll man den stressigen Arbeitsalltag sonst bewältigen, wenn man nicht alles gleichzeitig macht?

Sie werden staunen, aber es gibt einen ganz leichten Weg:

Ein Schritt nach dem Anderen! Fokus auf das JETZT!

Wenn Sie früh morgens in ihrem Büro ankommen und einen vollen Schreibtisch vorfinden, sehen Sie den gesamten Arbeitsaufwand auf einen Blick. Dies wiederum bewirkt, dass Sie bereits vor der ersten Tasse Kaffee einen Druck verspüren und sich womöglich fragen, wie Sie das alles schaffen sollen.

Denken Sie nicht zu groß, sondern gehen Sie davon aus, dass Sie am Ende des Tages alles mit Leichtigkeit erledigt haben und beginnen Sie mit dem ersten Schritt. Sobald Sie sich auf eine einzige Tätigkeit bewusst fokussieren, vermindern Sie Ihre Fehlerquote und verfügen über 100% Ihrer Energie. Dies wiederum führt dazu, dass Sie schneller und leichter vorwärts kommen.

Sobald uns bewusst wird, dass es für alles den richtigen Zeitpunkt gibt und wir endlich lernen, im Hier und Jetzt zu leben und unseren Fokus auch auf das JETZT legen, werden wir merken, wie entspannt sich unser Arbeitsalltag anfühlen kann.

„Mindfuck“ – das permanente Gedankenchaos im Kopf: Nein danke!

Beim Bewusstseinstraining mit meinen Klienten höre ich immer wieder, dass diese sich im Arbeitsalltag total überfordert fühlen. Sie wissen, dass sie etwas ändern müssen um nicht direkt in ein Burn-Out zu schlittern aber wie sollen sie das anstellen?

Oftmals ist es nicht die Menge der Arbeit selbst, die einem zu schaffen macht sondern die Gedanken, die stets um die Arbeit kreisen. Man macht sich Sorgen, malt sich verschiedenste Szenarien aus und bringt Dinge, die im Moment aber einfach noch nicht erledigt werden können, nicht mehr aus dem Kopf. Dieser sogenannte „Mindfuck“, das permanente Gedankenchaos im Kopf, blockiert die Energie massiv und selbst eine kleine Aufgabe kann sich nach einer Weile in diesem Modus schon als eine riesige Herausforderung anfühlen.

So konnte ich es auch bei Freunden beobachten, die in der Gastronomie tätig sind. Nach einem 12 stündigen Event einer kleinen, feinen Bar erkundigte ich mich beim Kellner-Team wie sie sich fühlten. Sie berichteten von einer guten und wirklich coolen Nacht, in der sie zwar viel gerannt sind aber auch wirklich Spaß hatten. Die Stimmung war gut, ihnen taten zwar etwas die Füße weh, sie waren müde aber alles in Allem waren sie recht positiv gestimmt. Sie freuten sich schon auf den nächsten Event und waren zufrieden mit Ihrer Leistung.

Anders verhielt es sich beim Chef selber. Er war ebenfalls 12 Stunden im Einsatz, berichtete mir aber, dass seine Stimmung im Keller war. Während der Arbeit machte er sich pausenlos Gedanken darum ob die Gäste auch zeitnah bedient werden und zufrieden waren, ob der Umsatz am Ende des Tages stimmen würde, ob sein Team auch alles richtig machen würde, ob er selbst fehlerfrei kassiert hatte, ob die Investition dieses kostspieligen Events auch wieder reingespült werden würde, wann er in Herrgottsnamen die Bestellung für den nächsten Tag noch machen sollte und überhaupt fühlte er sich kaum noch gewachsen, aufrecht zu gehen. Sein Energielevel näherte sich dem Nullpunkt.

Was mir an dieser Situation aufgefallen ist, ist die Tatsache dass wir mit diesen unzähligen Gedanken, die da als Programm im Hintergrund laufen massiv Energie benötigen. Als Resultat fühlen wir uns ausgelaugt, kraftlos und womöglich im schlimmsten Fall depressiv, denn wir verlieren dabei die Freude an unserem TUN.

Auch im Privatleben kommen wir immer wieder in Situationen, die uns überfordern. Vor einigen Wochen saß ich nach einem wiederholten Tobsuchtsanfall meiner Tochter, der in der letzten Zeit immer wieder mal vorkommt (in Fachkreisen auch „Trotzphase“ genannt), heulend im Esszimmer und stellte mir die Frage: wie ich es als alleinerziehende Mutter schaffen soll, meine Familie finanziell durchzubringen, ein Geschäft aufzubauen, selbst immer in Balance zu bleiben (das hat in meinem Berufsfeld allerhöchste Priorität) und mein Kind liebevoll aufzuziehen ohne sie zu erschlagen (ja solche Gedanken kommen selbst Menschen, die einen friedvollen und gewaltfreien Erziehungsstil anwenden) oder mich selbst aus dem Fenster zu katapultieren?

Die Antwort kam umgehend: darüber mach dir keine Gedanken, wichtig ist, wie du den heutigen Tag stressfrei, friedlich und harmonisch bewältigst.

Es ging mir umgehend besser zumal mir bewusst wurde, dass der Schlüssel im JETZT liegt. Ein Schritt nach dem anderen und ich hatte wieder vollen Zugang zu meiner inneren Kraft. Meine Tochter spürte dies auch und wir verbrachten einen schönen Tag zusammen.

Um antrainierte Verhaltensweisen zu ändern ist es wichtig, dass Sie sich die neue Variante, in unserem Fall „ die ein Schritt nach dem anderen-Methode“ immer wieder ins Bewusstsein rufen und in Ihr Leben integrieren. Sie werden womöglich immer wieder in alte Muster reinfallen, aber durch „üben, üben und nochmals üben“ werden Sie schon bald merken, dass es auch anders geht. Und merken Sie sich eines: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst ;-)

Ihnen hat dieser Blogbeitrag gefallen? Sie haben noch Fragen zu diesem Thema? Haben Sie Interesse an weiteren Informationen oder möchten Sie und Ihr Team Ihren Arbeitsalltag in Balance bringen und voller Energie meistern? Dann fühlen Sie sich frei und kontaktieren Sie mich. Gerne übersende ich Ihnen ein Angebot für Ihren persönlichen Workshop.

Herzliche Grüße
Isolde Mitter

 

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